Drachennews 025::

 

Liebe Interessierte

Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden (Stiftung GBZB) hat in den letzten Jahren eine Strategie des Wachstums und der Übernahme von Betrieben geführt (Die Stiftung und ihre Betriebe im Überblick). Ihre Tochtergesellschaft Verenahof AG hat nun das Baugesuch für eine Privatklinik im Geviert der alten Bäderhotels eingegeben (Bericht SRF Regionaljournal 10.2.2016 von Stefan Ullrich). Das Baugesuch und die Pläne sind noch bis am Dienstag dem 29. März bei der Stadtverwaltung einsehbar.


Klinik im Verenahofgeviert


Beim Betrachten der Baugesuchspläne wird offensichtlich, dass sich das Projekt unter der Begleitung der kantonalen Denkmalpflege gegenüber erster Absichten in eine bessere Richtung entwickelt hat. Es fallen jedoch auch ein paar Dinge auf:


1. Von aussen schön und innen vollgestopft

Das Volumen scheint für die angestrebte Nutzung nicht auszureichen. Der neu eingeführte Lichthof, als Ergänzung zu den zwei bestehenden des Verenahofs ist zwar nachvollziehbar und formal stimmig. Jedoch kollidiert in diesem Lichthof auf Erdgeschossniveau ein 90 m2 grosses Pflegebad mit der Empfangshalle. Der grosse Verenahofsaal wird in 2 mal 5 Pflegezimmer zerstückelt (Bericht AZ vom 21.3.2016 von Roman Huber), obwohl dessen kulturhistorischer Wert allgemein bekannt ist und obwohl der Bauherrin eine Aufstockung des Gebäudeteils Bären mit 12 weiteren Pflegezimmern gewährt wird. Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob es nicht zu einem besseren Resultat geführt hätte, wenn die Verbindungsbrücke zur Bärendependance nicht voreilig abgebrochen worden wäre. Anstelle der Büronutzung hätte die Dependance wie einst den Hotels der Klinik Raum zur Verfügung stellen können.


2. Versprechen und Verträge

Hotel, Boutiquehotel, Gesundheitshotel, oder ganz einfach Klinik? In den Medien erfährt man, dass die Stiftung GBZB auf die Realisierung der Hotelnutzung verzichtet. Diese war aber vertraglich mit der Stadt Baden abgemacht (Kaufrechtsvertrag vom August 2008 zwischen Verenahof AG und Stadt Baden über den Verkauf der städtischen Parzelle 3189 im Limmatknie, unter anderem gebunden an die Erstellung von 3000 m2 Hotelnutzung im Verenahofgeviert).


3. Wer bezahlt's

Die errechneten Anlagekosten für die Klinik belaufen sich laut Baugesuch auf 33,2 Mio. Franken bei 40’000 M3 umbautem Raum. Trotz allem Optimismus der Bad Zurzacher Stiftung GBZB gehen wir davon aus, dass sich die Geldgeber, die Bauherrin, wie auch die Verantwortlichen bei der Stadt Baden bewusst sind, dass dies nicht reichen wird. Sorgen machen darf man sich gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen scheint sich die Stiftung zu übernehmen und zum anderen wird sie wohl hoffen, dass die Stadt Baden finanzielle Lücken schliessen wird. Die Stadt saniert Zugangsstrassen, gestaltet und pflegt die Umgebung der Neubauten, beteiligt sich an Teilinvestitionen und koordiniert die Bauprojekte. Der Stadtrat legt dem Einwohnerrat die Ausgaben häppchenweise vor. An der nächsten Einwohnerratssitzung am 29. März geht es unter anderem um knapp 6 Mio. Franken für eine Neugestaltung des öffentlichen Raums (Bericht AZ vom 4.3.2016 von Martin Rupf). Es gibt weder eine Berechnung noch eine Schätzung, wie viel die Einwohnergemeinde total ins Bäderquartier investieren wird.


Thermalbad und Wohnüberbauung (‚Ärtztehaus’ genannt)


Für das Baugesuch des Thermalbads und des Wohnblocks mit 38 Alterswohnungen + gewerblicher Erdgeschossnutzung (Arztpraxen und Apotheken sind angedacht) wird die Bewilligung von der Stiftung SGBZB bis Ende März 2016 erwartet. Zwei Einsprachen die das erwartete Verkehrsaufkommen betreffen sind jedoch noch hängig.

Leider hat das Badprojekt seit dem Studienauftragsverahren 2009 keine erkennbaren Fortschritte gemacht, weder was die Organisation des Bades betrifft noch architektonisch. Auf Fussgängerniveau besteht das Gebäude, abgesehen vom schlecht inszenierten Zugang, hauptsächlich aus einer Abfolge von Nebennutzungen. Der Bau scheint mit seiner direkten Umgebung nichts zu tun haben zu wollen.

 

IG schöner baden / 27. März 2016

 

 


Drachennews 024::

 

.die Zurzacher übernehmen

Baugesuche
Am letzten Freitag, 10. Juli fand in Baden eine denkwürdige Pressekonferenz statt. Die AZ titelte: Baugesuch eingereicht: Thermalbad soll 2018 eröffnet werden.(AZ 10. Juli 2015)

Wir erwarten also morgen Freitag, 17. Juli die Baugesuche für ein Thermalbad und ein Wohngebäude mit öffentlicher Erdgeschossnutzung. Das von den Initianten Ärtztehaus genannte Gebäude solle Platz für 14 Arztpraxen und rund 35 Wohnungen mit Service schaffen, also für eine eher Ruhe und Privatheit suchende Klientel.

Bauherren
Aber wie und mit wem geht es nun weiter bei Badens grösster Projektierung?

Die Verenhof AG wird als Bauherrin und Investorin genannt. Sie ist als Tochterfirma zusammen mit Thermalbaden AG, Thermalpark AG (Tiefgarage) und RehaClinic AG auf der Internetseite der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden aufgeführt (Stiftung GBZB) und zu vier Fünfteln auch mit deren Verwaltungsräten bestückt. Benno Zehnder hat seine Arbeit gemacht. Beat Edelmann (Präsident des Stiftungsrats) meint zu seiner Leistung an der Pressekonferenz vom letzten Freitag: Zehnder habe eine «herkulische Tat» vollbracht (TA 10. Juli 2015, im Anhang)


Bäderhotels
Im Tagesanzeiger (TA) lesen wir weiter: Voraussichtlich im Herbst folgt dann die Eingabe für das Verenahof-Geviert, wo nach neuesten Plänen eine 4-Stern-Privatklinik für Rehabilitation und Prävention entstehen soll. An anderer Stelle lesen wir im TA: (..) ,die Stadt habe ihre ursprünglichen Ansprüche auf Hotelplätze zurückgeschraubt, weil laut Vizeammann Markus Schneider, das derzeitige Angebot in der Stadt genüge.
Das ursprünglich angekündigte Boutiquenhotel im Verenahof war wohl nur ein „Amuse Bouche“ für die schwierige Planungsphase (Anm. IG).


Geldgeber
Und wie wollen die Zurzacher die Finanzierung ermöglichen? Die Investitionssumme liege nun bei 160 Millionen Franken und ein Bankenkonsortium unter der Führung der UBS soll die nötigen Kredite sprechen. (Die Projekte waren vor nicht allzu langer Zeit noch mit über 200 Millionen Investitionssumme beziffert)

Wir sind gespannt auf die Baugesuchspläne und die Profilstangen.
Eure IG schöner baden


Anhang

(1) Im Bäderquartier soll bald gebaut werden | Tagesanzeiger 10-07-2015 | Helene Arnet

(2) Das Baugesuch wird eingereicht – Verweilen, Geniessen und Gesunden | Rundschau 16-07-2015 | Peter Graf


IG schöner baden / 20. Juli 2015

 

 


Drachennews 023::

 

Liebe Wartende und Hoffende

 

Einmal Mehr können wir der lokalen Presse entnehmen, dass es schon wieder fast so weit ist. Die Bauprojekte seien nun alle Bewilligungsfähig. Das kann leicht falsch verstanden werden - Eine Baueingabe liegt nicht vor, somit basiert die Aussage der Bewilligungsfähigkeit auf Vermutung oder Hoffnung. Wir hoffen auf Besonnenheit bei der Stadtregierung und der Verwaltung. Aussagen wie «jetzt muss endlich etwas passieren», «wenn jetzt nicht, dann nie mehr», «das ist die letzte Chance» zeugen eher davon, dass die Besonnenheit momentan ein rares Gut ist.

Das Ungelöste I
Laut Aargauer Zeitung haben die Projektentwickler den Wunsch geäussert, die Schiefe Brücke wieder für den Verkehr zu öffnen. Ist dies vielleicht ein Indiz dafür, dass die Verkehrsproblematik für die 500'000 eingeplanten jährlichen Badegäste nur kleingerechnet wurde?

Das Positive, das Negative und unsere Meinung
Das Rehaklinik-Projekt für das Verenahof-Geviert wird überarbeitet. «Das Positive sei, dass nun mehr vom Bestehenden erhalten bleibe und der Kegelstumpf wegfalle» meint Herr Nussbaumer von der Kantonalen Denkmalpflege. Unsere Beurteilung des Projekts folgt, sobald Pläne vorliegen. Was aber erstaunt, ist die Forderung von Herrn Zehnder nach Mehrnutzung in Form einer Aufstockung, dafür dass das überarbeitete Projekt nun die Bauordnung einhält.
Wir wiederholen uns gerne: Wäre im Limmatknie an Stelle des Wohnblocks eine Rehaklinik als Neubau nicht günstiger und passender zu erstellen? Hotel und Wohnen könnten in der historischen Substanz geplant werden.

 

Das Ungelöste II
Nachdem die CS, wie auch die anderen angekündigten grossen Fische davon geschwommen sind, wissen wir zur Finanzierung nichts Konkretes. Anscheinend will die Verenahof AG mit einer Beteiligung der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden die Projekte gemeinsam realisieren. Ein Drittel der Investitionskosten müssten sie selber aufbringen, zwei Drittel solle von einem Bankensyndikat (Konsortium) in Form eines Kredits aufgenommen werden. Interessanterweise sind seither die prognostizierten Kosten um ca. 1/5 gesunken. Eine Beteiligung der öffentlichen Hand ist richtigerweise nicht mehr im Gespräch.

Die langwierige Planung
Die immer wieder erwähnten Verzögerungen haben ihre Ursachen in der Wahl des Vorgehens. Geplant hat der private Projektentwickler immer mit der Vorstellung, dass alle Regeln und Vorgaben auf das Wunschprojekt angepasst werden könnten. Änderungen von Richtplan, Bauvorschriften und Gesetzen brauchen aber gute Grundlagen und eine demokratisch abgesegnete Legitimation, was viel Zeit in Anspruch nehmen kann.
Beschönigend würde man von einer risikobehafteten Planung sprechen.


Anhang

(1) Karikatur: Durchbruch im Bäderquartier! Der Brunnen steht schon. | Badener Tagblatt 01-11-2014 | Silvan Wegmann
(2) Botta-Bad soll im Herbst 2018 öffnen | Badener Tagblatt 01-11-2014 | Roman Huber und Martin Rupf
(3) «Ein neues Bad allein bringt den Erfolg nicht zurück» | Badener Tagblatt 05-11-2014 | Interview mit Bruno Meier von Pirmin Kramer
(4) «Vielleicht gibt es einen bösen Geist», Noch dominiert das Morbide | Badener Tagblatt 05-11-2014 | Roman Huber
(5) Nach der Denkmalpflege gibt auch Heimatschutz grünes Licht | Badener Tagblatt 18-11-2014 | Roman Huber

 

IG schöner baden / 26. November 2014

 

 


Drachennews 022::

 

Bäderquartier: Die grosse Investorenfrage, zweiter Teil – die CS ist ausgestiegen


In ihrer gemeinsamen Medienmitteilung vom 3. Juni 2014 schreiben Verenahof AG, Stadt Baden und Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden in grosser Euphorie von Renaissance und Oasen im Bäderquartier. Folgende Informationen haben wir für Euch etwas vom Ballast der schönen, verheissungsvollen Worte befreit:

 

(1) Die Credit Suisse zieht ihre Absichtserklärung vom Juni 2013 mit ihrem Fonds REF Hospitality über 200 Millionen im Bäderquartier zu investieren zurück. Eine offizielle Äusserung der CS liegt nicht vor. Die Verenahof AG sucht nun mit den übrigen Akteuren nach einer Finanzierungsmöglichkeit.

 

(2) Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden möchte über eine Beteiligung an der Verenahof AG die Projekte mitfinanzieren und bietet sich über ihre Tochtergesellschaften als Betreiberin der Angebote an.


(3) Laut Geri Müller prüft sogar die Stadt, ob sie sich an der Finanzierung beteiligen solle. Kommentar IG schöner baden: 'Es ist nicht Aufgabe der Stadt private Projekte nachträglich mitzufinanzieren.‘

 

(4) Das Rehaklinikprojekt im Verenahof-Geviert wird von der kantonalen Denkmalpflege zur Überarbeitung zurückgewiesen, da der minimalste Schutzumfang der Bäderhotels nicht eingehalten wird. Der Ball geht zurück an den Projektentwickler.


Anhang

(1) Stop-and-go für Mario Botta | Tagesanzeiger 04-06-2014 | Helene Arnet
(2) Bäder: Finanzierung wird neu geregelt | AZ 04-06-2014 | Roman Huber
(3) Bäderquartier Baden – Beteiligung für Stadt nicht ausgeschlossen | AZ 04-06-2014 | Leserbeitrag Sander Mallien


IG schöner baden / 2. Juli 2014

 

 


 

Drachennews 021::

 

Liebe Interessierte


en bref

Die Stadt gab ihm die Hand, nun zerrt er am Arm und greift nach dem Herz
Die Behauptung von Benno Zehnder, die Stadt und die Denkmalpflege hielten sich nicht an Abmachungen, ist eine Frechheit der besonderen Art (vgl. Radiointerview mit Benno Zehnder und Stadtrat Markus Schneider).


Die Stadt ist unter Druck; sie will 'ein' Bad und gleichzeitig auch die Gesetzesloyalität wahren (vgl. Radiointerview mit Stadtammann Geri Müller).


Die Probleme mit dem Rehaklinik-Projekt waren von Anfang an vorhersehbar. Eine Rehaklinik passt nicht in ein historisches aus mehreren Gebäuden zusammengewachsenes Geviert


en détail


Spontaner Optimismus
Im September schreibt der Tagesanzeiger noch: 'Bottas Verenahof wackelt' und der Projektentwickler Benno Zehnder vermerkt: «Wir müssen das Projekt nochmals überarbeiten, eventuell mit einem anderen Architekten.» Nun, nach einem Gespräch mit der Denkmalpflege an einem runden Tisch, scheinen die Probleme und Unstimmigkeiten verschwunden. 'Bäder: Stadt und Bauherr geben sich optimistisch', titelt die AZ am 13. März 2014. Was zu diesem Optimismus geführt haben könnte bleibt jedoch im Dunkeln.


Boutique-Hotel oder Gesundheitshotel oder Rehaklinik?
In den aktuellsten Nachrichten der AZ, vom 20. März 2014 ist die Rede von allen am Bädertheater Beteiligten. Die Investorin/Bauherrin die CS Funds AG wolle, laut Benno Zehnder, alles oder nichts, sie möchte sich aber nicht äussern, also nicht klar stellen, was ihre Absichten sind. Und, die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden, welche seit 2010 als Betreiberin angekündigt war sei nicht mehr definitiv gesetzt, ist aber immer noch interessiert. Deren Stiftungs-Direktor Stephan Güntensperger sagt: «Die Frage stellt sich, ob das Gesundheitshotel trotz der Auflagen kostendeckend betrieben werden kann.» Wir fragen uns, weshalb die Lichthöfe des Verenahofs den Betrieb eines Hotels verunmöglichen sollten. Zur Erinnerung: Die Stadt Baden hat den Landabtausch mit der Verenahof AG, es geht um das Grundstück für den Wohnblock im Limmatknie, an Bedingungen geknüpft. Eine davon ist die Erstellung von 3000 m2 Hotelnutzung.


Bädergeschichte und Denkmalpflege
Ein minimaler denkmalpflegerischer Schutzumfang für das Verenahof-Geviert wurde 2002 von der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege definiert. Die BNO der Stadt trägt dem Rechnung. Die Bedingungen standen also von Anfang an. Die Stadt spielt mit ihrem kulturellen Erbe leichtsinnig, wenn sie diesen Schutzumfang und somit die Empfehlung des höchsten fachlichen Gutachtens aufgrund strategischer Zwängerei als verhandelbar erscheinen lässt.


Rehaklinik oder Baukultur
Es bleibt die Frage, weshalb einem baulich und historisch zusammengewachsenen Geviert ein Nutzungskonzept aufgezwungen werden soll, das an dieser Stelle und auf diese Weise kaum zu integrieren ist. Eine moderne Reha-Klinik ist per se auf höchste Funktionalität und Flexibilität ausgelegt. Eine Reha-Klinik gehört in einen Neubau. Um eine gute Ausgangslage zu haben ist es unumgänglich, dass die historischen Gebäude als Qualität erkannt werden und somit auch das Projekt und die möglichen Nutzungen bestimmen, und nicht umgekehrt.


Anhang

(1) Thermalbad Baden: Baugesuch noch in diesem Jahr? | SRF Radio 08-03-2014 | Interview mit Geri Müller
(2) Stadt Baden widerspricht dem Bäder-Bauherrn | SRF Radio 12-09-2013 | Interview mit Benno Zehnder und Stadtrat Markus Schneider

(3) In Baden wird vorerst getunkt, nicht gebadet | Tagesanzeiger 27-09-2013 | Helene Arnet
(4) Deutliche Worte an die Adresse der Stadt | AZ 23-01-2014 | Martin Rupf, Janine Müller
(5) Bäderprojekt: Es steckt der Wurm drin | AZ 01-02-2014 | Roman Huber
(6) Leserbrief: Bauherr soll über seinen Schatten springen | AZ 04-02-2014 | Saša Boban Subak, Baden
(7) Baden noch lange nicht in Sicht | NZZ 07-02-2014 | Michael Kuratli
(8) Bäder: Stadt und Bauherr geben sich optimistisch | AZ 13-03-2014 | Martin Rupf
(9) Botta-Bad: Wer es betreibt ist wieder völlig offen | AZ 20-03-2014 | Martin Rupf
(10) Wo bleibt das Bekenntnis der Stadt Baden für ihre Bäder? | AZ 22-03-2014 | Martin Rupf


IG schöner baden / 30. März 2014

 

 


 

 

Drachennews 020::

 

Liebe CS-Aktionäre, liebe DenkmalpflegerInnen, liebe BadenerInnen

 

Die Modellfotos
Modellfotos zeigen nun erstmals das ganze Ausmass der Planereien im Bäderquartier. Die Frage was die CS reitet, dass sie in eine dermassen offensichtliche Architektur-Bastelei investieren möchte wird immer schwerer zu beantworten.

 

Die Bäderhotels
Laut Informationen aus der AZ vom 13. September 2013 hat die Verenahof AG auf eine Anfrage bei der kantonalen Denkmalpflege einen Bericht zum eingereichten Projekt Rehaklinik im Verenahof-Geviert bekommen aus dem hervorgeht, dass das Projekt von Mario Botta den denkmalpflegerischen Vorgaben noch nicht entsprechen kann. Ein Blick auf das Modell zeigt, dass sich der Architekt erfolglos abmüht und immer fragwürdigere Formen und Überreste entstehen. Im Inneren möchten die Projektentwickler die Hotels auskernen.

 

«Mit der vorhandenen Kleinräumigkeit könne weder ein Hotel noch eine Rehaklinik realisiert werden», meint Benno Zehnder, AZ 13.09.2013. – Wir fragen uns, weshalb er dann genau diese Absicht verfolgt.

 

Das Erbe
Wenn von der Badener Bädertradition die Rede ist, dann denkt der Projektentwickler Zehnder wohl an einen Marketingslogan – Die Denkmalpflege denkt an die über Jahrhunderte gewachsenen baulichen Strukturen.

 

Das Versprechen
Stefan Attiger hat den Kritikern immer wieder vorgehalten, dass zwar im Limmatknie und beim Mättelipark im Zuge einer Interessenabwägung Abstriche gemacht werden müssten, dass dafür im Kernbereich der Bäder aber umso mehr die Substanz erhalten bleibe. Im Film "47°" von Claudia Bach liefert er die Begründung für die Wahl des Projektes von Mario Botta mit folgenden Worten: «..es hät sich usekristallisiert, das Projekt – einersits, wells ä gueti Kombination macht vo Alt und Neu, das heisst: De alti Stadtkern e däm Bädergebiet, wenn mer das so wott bezeichne, bliibt erhalte und mer goht ned partiell det drii, oder – griift ned met dem Projekt i di alti Substanz ine.(..) und mer hät ned in Altstadtberich iigriffe, also döt macht mer nüt kaputt.»

 

Der Vorschlag
Es wäre ein Leichtes, die Nutzungen so zu wählen, dass sie mit den bestehenden Voraussetzungen am ehesten realisierbar wären, immer mit der Haltung, dass nicht zerstört, sondern ergänzt und weitergebaut werden soll um das baukulturelle Erbe unserer Stadt erhalten zu können. Gerne geben wir dem zukünftigen Investor (CS) und dem Projektentwickler (Verenahof AG) einen Tip: Im Limmatknie wird statt dem Wohnbau eine neue Rehaklinik gebaut, die Wohnungen im Bären, im Verenahof das angekündete Boutique-Hotel und im Ochsen ein Bädermuseum.


Anhang

(1) Modellfoto 1: Verenahofgeviert, Wohnbau und Thermalbad | AZ-online vom 12-9-2013

(2) Modellfoto 2: Verenahofgeviert, Wohnbau und Thermalbad | AZ-online vom 12-9-2013

(3) «Verenahof»: Es ist Sand im Getriebe | AZ vom 13-9-2013 | Roman Huber


IG schöner baden / 21. September 2013

 

 


Drachennews 019::

 

Liebe BadenerInnen, liebe Interessierte und liebe CS KundInnen

Grosse Neuigkeit in der Aargauer Zeitung: Die Credit Suisse Funds AG habe mit der Verenahof AG eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei den Projekten im Bäderquartier unterzeichnet. Für die drei von Mario Botta geplanten Bauten möchte die CS REF Hospitality ca. 200 Millionen Franken investieren. Infos zum Real Estate Funds Hospitality der CS.

 

Gemäss AZ hätte Herr Zehnder gerne einen Teil bei sich behalten, steigt nun aber aus den Bottaprojekten aus.

 

Die Baueingaben für das Bad und das Wohn- und Geschäftshaus im Limmatknie werden keine Überraschungen bringen, interessant wird aber der Entwurf für die Umnutzung der alten Bäderhotels um den Verenahof in eine Rehaklinik werden.

 

Die Credit Suisse besitzt über ihre Anlagengefässe in der Schweiz einige Bäder, unter anderem auch das aquabasilea. Hier heisst der Fond aber CS REF Property Plus.
Die Bäder der Aqua Spa Gruppe (Hürlimann Bad, Rigi Kaltbad, Mineralbad Samedan) gehören einer Stiftung der CS.

Wir werden die weitere Entwicklung verfolgen!


Anhang

(1) Credit Suisse steigt im Bäderquartier ein | AZ vom 28-6-2013 | Roman Huber


IG schöner baden / 7. Juli 2013

 

 


Drachennews 018::

 

Liebe Interessierte, liebe Andersdenkende und verliebt in Badende

 

Wir haben schon lange nichts mehr in unserem Newsletter von uns hören lassen. Weder über den Stand der Planungen des Thermalbades noch über die Vorgehensweise bei der 2010 angekündigten Umnutzung der Bäderhotels des Verenahofgevierts in eine Rehaklinik, auch von Mario Botta entworfen, noch über Benno Zehnders angebliche Investoren, war aus den Zeitungen etwas zu vernehmen.

 

Über einen in unseren Augen wichtigen Beitrag von Bruno Meier, freiberuflicher Historiker in Baden möchten wir Euch heute informieren. In seiner Analyse 'Kleinstadtdebatten und Lebenslust' in der Architekturzeitschrift 'werk, bauen + wohnen' schreibt er unter anderem zu den Bäderprojekten, wbw 4|2013, PDF Seite 4 + 5 (1):


'Und jetzt soll am Rand des Quartiers ein mächtiger Riegel, entworfen von Mario Botta, die Zukunft bringen. Ein Neubau, dem der damals wegweisende Bau von Otto Glaus zum Opfer fallen soll, dessen Bausubstanz als unrettbar gilt. Darüber entspann sich eine Diskussion, bei der alle aneinander vorbei reden. Man redet über einen schlechten Wettbewerb und findet die Architektur von Mario Botta überholt. Man redet über eine zu gross dimensionierte Anlage, die zuviel Verkehr anzieht, aber nicht darüber, für wen das Bad denn sein soll. Man redet bisher noch kaum über das Hotelgeviert, in dem die Substanz von Jahrhunderten steckt. Und man redet schon gar nicht darüber, was die Bädertradition in Baden ist: ein einzigartiges kulturelles Erbe, welches das Marketingkonzept der Zukunft sein sollte.'

 

Unschwer ist zu erkennen, dass diese Analyse und die Kritik, wie auch die Vorschläge etwas spät kommen, so gut sie auch gemeint sind. Rückblickend möchten wir noch festhalten, dass die gesamte Spezialistenschar sich aus allen Prozessen, wo eine Mitwirkung möglich war, raushielt, aus welchen Gründen auch immer und somit die allfälligen Fragen unbeantwortet den politischen Machern an der Macht überliess.

 

Von Seiten der Stadt wurde uns immer wieder beteuert, dass alle Planungsschritte von Fachkräften begleitet seien und somit auch die öffentlichen Interessen mit einfliessen würden.
Wir hoffen nun zumindest, dass sich die Interessengruppen und Fachkräfte der Bedeutung der von Bruno Meier angesprochenen Bädertradition, wie auch der kulturellen Bedeutung der Bausubstanz im Hotelgeviert um den Verenahof bewusst sind und auch für deren Fortbestand einstehen werden.


Der drohende Verlust der Badekultur war von Anfang an Grund für die Aktivitäten der IG schöner baden. Hierzu möchten wir Euch das Interview mit Daniela Dreizler in der Zeitschrift des Heimatschutzes zum lesen empfehlen. 'Wir wollten nicht zuschauen wie andere wegschauen', Februar 2012 (2).

 

Der Verlust des Thermalsbades von Otto Glaus schmerzt immer noch. Es ist noch kein Badprojekt da, welches der Qualität des alten Bades entsprechen könnte. Lest hierzu den Lautsprecher von Köbi Gantenbein (3).


Anhang

(1) Kleinstadtdebatten und Lebenslust | werk, bauen + wohnen April 2013 | Analyse von Bruno Meier, PDF s.4 + 5 Eine neue Identität in den Bädern?
(2) «Wir wollten nicht zuschauen, wie andere wegschauen» | Schweizer Heimatschutz Februar 2012 | Interview mit Daniela Dreizler
(3) Baden – Ein Nachruf | Hochparterre 2012 Nr. 6-7 Lautsprecher von Köbi Gantenbein


IG schöner baden / 7. Juni 2013

 

 


Drachennews 017::

 

Liebe Badenfreunde, liebe UnterzeichnerInnen unserer Petition

Petition: 'Wir möchten ein neues Thermalbad für Baden – aber ein passendes'
Im März 2012 haben wir der Stadträtin Frau Oehrli die Petition übergeben. Unsere Forderung nach einer Überarbeitung, namentlich einer besseren Einpassung des überdimensionierten Projektes, ist bei den Behörden der Stadt Baden auf taube Ohren gestossen. Die versprochene Antwort auf unsere Petition wurde uns zugesendet, nachdem der Stadtrat den Gestaltungsplan ohne Änderungen zur Genehmigung an den Kanton weitergereicht hatte. Am 28. September wurde dann der Gestaltungsplan vom Regierungsrat bewilligt. Der lachende Peter Beyeler (FDP) übergibt dem lachenden Stephan Attiger (FDP) den bewilligten Gestaltungsplan im Amtshimmel von Baden.

 

Das Fazit der Antwort des Stadtrates auf unsere Petition:
«Der Stadtrat habe alles richtig gemacht. Am Projekt brauche es keine Änderungen. Eine Abklärung, ob das Projekt gut in den Bestand und seine Umgebung passe, sei nicht nötig, obwohl eben diese Einpassung in der Bau- und Nutzungsordnung gefordert wird. Laut Stadtrat wurde die alles entscheidende Interessenabwägung gemacht.»

 

Auf den Frühling 2013 ist die Baueingabe angekündigt…

Wer sind die Investoren?
Weshalb will der Stadtrat, dass sich Baden mit 30% am Betrieb beteiligt?
Warum braucht der voraussichtliche Betreiber (ein Ableger der Thermalbad Zurzach AG, d.h.eine Tochterfirma der 'Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden') eine Absicherung – um die Miete mit Steuergeldern bezahlen zu können?
Was geschieht mit dem Verenahof-Geviert? Auch hier ist ein Bottaprojekt in Bearbeitung. Die wenigen Bilder, die es gibt lassen leider nur unschönes erahnen.


Anhang

(1) Antwort des Stadtrates | auf die Petition 'Wir möchten ein neues Thermalbad für Baden – aber ein passendes!' | 06-08-2012
(2) Der Kanton genehmigt den Gestaltungsplan 'Limmatknie' | AZ 28-09-2012
(3) Gestaltungsplan bald Rechtskräftig | NZZ 29-09-2012


IG schöner baden / 17. November 2012

 

 


Drachennews 016::

 

Liebe Bäderfreunde, liebe Petitionisten, liebe Planerinnen

Mit unserer Petition «ein neues Thermalbad für Baden – aber ein passendes» haben am 22. März 2012 1430 Menschen an den Stadtrat von Baden die Forderung nach einer grundlegenden Überarbeitung des Gestaltungsplans und des überdimensionierten Bäderprojekts gestellt. Unser Stadtrat hat nun am 7. Mai den 'überarbeiteten' Gestaltungsplan zur öffentlichen Auflage (Einwendeverfahren) vom 14. Mai - 13. Juni 2012 freigegeben. Information und Dokumente findet Ihr unter hier.

 

Ein Blick auf die Pläne des Richtprojekts und den neu aufliegenden Gestaltungsplan zeigt, wie intensiv daran gearbeitet wurde und wie ernst die Stadtregierung ihre aktiven Mitbürgerinnen und Einwohnerräte nimmt: Neu ist an den Plänen und Dokumenten in erster Linie das Datum. Der neue Passus in der Bau- und Nutzungsordnung zur besseren Einpassung von Neubauten ins Bäderquartier wird durch den Stadtrat offenbar ignoriert. Das kann so lange gut gehen, wie sich kein Einsprecher findet.

 

Seitens des Stadtammanns wurde in AZ Berichten wiederholt beteuert, dass das Projekt im laufenden Prozess stark überarbeitet und auch redimensioniert worden sei. Interessant ist, dass man dies in den Plänen nicht erkennen kann und dass in den aktualisierten Sondernutzungsvorschriften §10 die erlaubten Geschossflächen sogar um 1000 m2 erhöht wurden (7'700 m2 für das Bad und 7'200 m2 für den Wohnbau im Limmatknie) !!!!

 

Etwas erstaunt sind wir auch, dass die Prüfstelle beim Kanton zu allem ja und amen sagt und die Änderung der Gesetzesgrundlage (BNO) nicht einmal zu registrieren scheint.


Wie es nun weitergehen soll ist ungewiss. Der Investor für die Botta-Projekte ist immer noch unbekannt. Warum wollen die Geldgeber im Dunkeln bleiben? Der Baubeginn liegt in ungewisser Ferne, da weder Baubewilligung noch ein rechtsgültiger Gestaltungsplan vorliegen.

 

Trotz alledem wird das Thermalbad am 30. Juni geschlossen. Wie konnte die Stadt Baden die Schliessung des öffentlichen Thermalbades zu diesem ungewissen Zeitpunkt akzeptieren? Und warum empfiehlt die Verenahof AG ihren Badegästen künftig nach Bad Zurzach baden zu gehen?


Anhang

(1) Richtprojekt Modellansicht | Gestaltungsplanunterlagen Richtprojekt Bauten April 2012
(2) Es bleibt ein schaler Nachgeschmack | Leserbrief von Jürg Caflisch | AZ 01-05-2012
(3) Das Bäderquartier fürchtet um seine Gäste | AZ 28-04-2012
(4) Öffentlicher Badebetrieb legt Pause ein | AZ 26-04-2012
(5) Thermalbad Baden schliesst Ende Juni seine Tore | AZ Video 26-04-2012

 

IG schöner baden / 3. Juni 2012

 

 


Drachennews 015::

 

Liebe Badende, liebe Badenfreunde

Die traurige Nachricht zuerst. Die Medien wurden gestern darüber informiert, dass die Verenahof AG das Thermalbad Ende Juni 2012 schliessen wird. Den entsprechenden Bericht des Regionaljournals von DRS von Stefan Brand findet Ihrhier.

 

Die Kurzfristigkeit dieser Ansage erstaunt uns. Es liegt bis dato kein bewilligungsfähiges Projekt vor. Das Botta-Bad muss zuerst massiv angepasst werden, damit es sich gut ins Bäderquartier einfügt, so wie es die Bau- und Nutzungsordnung verlangt.


Es ist ungewiss wie es weiter geht. Nach wie vor sind keine Investoren bekannt. Sicher ist nur, dass das treibende Interesse bei Benno Zehnder der Verkauf des Badprojektes ist. "Wenn das Vorhaben an den Investor übergeht, ist es für mich erledigt." (Interview mit Benno Zehnder AZ 31.03.12).


Wir hoffen, dass die Schliessung des Badener Thermalbads nicht als Druckmittel gedacht ist, um von der Stadt die Baubewilligung zu erhalten.

 

Petition Bäder: Eine Liste mit 1430 Namen haben wir am 22. März 2012 Stadträtin Frau Oehrli und Stadtschreiber Herr Kubli übergeben können.


Wir erwarten nun, dass der Stadtrat die Anliegen der Bürger und Badegäste ernst nimmt und die formulierten Forderungen umgesetzt werden – das bedeutet eine Überarbeitung von Badprojekt und Gestaltungsplan.

 

Kritische Stimmen im Bericht von 10vor10 auf SF1 über das Revival der Thermalbäder und das drohende Überangebot im Bädermarkt Schweiz finden sich hier.


 

Medienmeldungen zur Abstimmung im Einwohnerrat

(1) SR DRS | Regionaljournal | 26.04.201: Das alte Thermalbad in Baden bald geschlossen, Bericht von Stefan Brand
(2) SF 10vor10 | 26.03.2012: Wellness-Boom in den Bergen, Bericht von Fritz Muri
(3) AZ: Es kommt nur ein Schweizer Investor in Frage, Interview mit Benno Zehnder von Martin Rupf und Roman Huber | 31.03.2012
(4) AZ: Petitionäre kritisieren Bottas Bäder-Projekt, Bericht von Pirmin Kramer | 23.03.2012
(5) AZ: Sie massen sich an zu bestimmen was passend ist, Leserbrief von Otto Halter | 28.03.2012
(6) AZ: Botta-Projekt – immer noch überdimensioniert, Leserbrief von Markus Tellenbach | 31.03.2012
(7) AZ: Protokoll Einwohnerratssitzung, Teilrevision BNO „Limmatknie" | 31.01.2012

 


IG schöner baden / 28. April 2012

 

 


 

 

Drachennews 014::

 

Liebe Badenerinnen, liebe Badener - liebe Propheten und Bilbao-Visionäre

 

Die IG „schöner baden“ begrüsst die Verbesserung der Teilrevision BNO „Limmatknie“

Am 31. Januar 2012 hat der Einwohnerrat die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung „Limmatknie“ mit grosser Mehrheit angenommen. Dies aber nur dank einer wichtigen Verbesserung der Vorschriften:

 

"Bauten und Anlagen sowie die Umgebung müssen sich

gut in die bauliche und landschaftliche Umgebung einfügen."

 

Dieser im Einwohnerrat mehrheitsfähige Kompromiss zielt in die richtige Richtung und setzt Rahmenbedingungen, wie sie auch von uns gefordert werden. Neubauten müssen so gestaltet und dimensioniert werden, dass sie gut ins Bäderquartier passen. Es ist augenfällig, dass diese Forderung mit dem jetzigen Projekt der Verenahof AG noch nicht erfüllt werden kann.

 

Wir teilen die Ansicht von Stadtamman Stefan Attiger nicht, die Neuformulierung unterscheide sich inhaltlich kaum von der Stadtratsvorlage (AZ 2.02.2012, Ein wichtiger Schritt zur neuen Therme ist geschafft). Neu sind Neubauten auch im Limmatknie als Teil des gebauten Bäderquartiers zu verstehen und sie müssen sich ins Ortsbild einfügen. Die 'bauliche Umgebung' bildet in diesem Fall eines der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz.

 

Aufgrund des beschlossenen Änderungsantrags in der Teilrevision BNO „Limmatknie“, muss das vorliegende Projekt der Verenahof AG angepasst werden. Die Bauten sind überdimensioniert, zudem fehlen Zwischenräume und Plätze.

 

Obwohl die gesetzlichen Vorgaben unserer Meinung auch in anderen Punkten verbessert und präzisiert werden müssen, ergreifen wir kein Referendum gegen die BNO-Teilrevision. Das heisst aber nicht, dass wir nun einverstanden wären mit dem vorliegenden Projekt der Verenahof AG.

Wir vermissen weiterführende Bestimmungen, welche den Umgang mit der Bädergeschichte und der Qualität des Thermalwassers regeln. Darum werden wir die Entwicklung im Bäderquartier weiterhin kritisch begleiten.

 

WIR BLEIBEN DRAN!

 

Medienmeldungen zur Abstimmung im Einwohnerrat

(1) SF DRS | Schweiz aktuell:Heftige Diskussionen um Botta-Projekt

(2) DRS 1 Regionaljournal:Baden gibt grünes Licht für Botta-Bad
(3) Tele M1 aktuell: Ja zu Botta Bad
(4) Tele M1 aktuell: Zu viele Bäder im Aargau?
(5) Tele M1: Fokus mit Stadtamman Stefan Attiger

(6) AZ: Ein wichtiger Schritt zur neuen Therme ist geschafft | 02-02-2012
(7) AZ: Leserbrief Caflisch, Leserbrief Neuenschwander | 30-01-2012

(8) AZ: IG will unabhängige Prüfung | 04-02-2012


IG schöner baden / 4. Februar 2012

 

 


 

 

Drachennews 013::

 

Liebe Interessierte

Abstimmung über die Teilrevision BNO "Limmatknie"

 

Wir laden Euch alle ein an die öffentliche Einwohnerratssitzung in die Pfaffechappe am Dienstag 31. Januar. Beginn 19.00 Uhr, Traktandum Bäderquartier vermutlich nach 19.30 Uhr. Bitte kommt alle! So zeigen wir den Einwohnerräten wen sie in ihrem Amt vertreten.


Aktuelles aus den Medien
(1) NZZ: Mario Bottas 'Festungsanlage' in der Kritik | 25-01-2012
(2) Tagesanzeiger:Baut Botta Baden um?

(3) AZ: Kritik und Entgegnungen
(4) AZ: Das lange Warten auf die neuen Bäder | 25-01-2012

(5) AZ: Mitwirkung wird zur Farce (Leserbrief Michael Bouvard) | 25-01-2012

(6) AZ: SP will kleineres Bad und droht mit Referendum | 26-01-2012

(7) AZ: Wird Parkstrasse saniert, umgebaut oder erweitert? (Leserbrief Lieni Fueter) | 27-01-2012

(8) AZ: Inserat IG schöner baden | 26-01-2012


IG schöner baden / 27. Januar 2012

 

 


 

Drachennews 012::

 

Liebe Kennerinnen des Bäderquartiers, liebe Politikbeobachter

Am 31. Januar ist es soweit. Dem Badener Einwohnerrat wird die "Teiländerung BNO Limmatknie" zur Abstimmung vorgelegt.

 

Die zahlreichen Vorschläge aus der Mitwirkung wurden allesamt nicht berücksichtigt. Die "Teiländerung BNO Limmatknie" bleibt somit auf das Projekt der Verenahof AG zugeschnitten. Es fehlen weiterhin Vorschriften, wie sie unter anderen auch der Aargauer Heimatschutz fordert, die projektunabhängig sind, welche die Einpassung ins historisch gewachsene Bäderquartier festlegen und der heilenden Wirkung des Thermalwassers Rechnung tragen.
Wir hoffen, dass der Einwohnerrat die "Teiländerung BNO Limmatknie" ablehnt und mit Weitblick für eine projektunabhängige BNO einsteht.

 

Geplante Projekte sind noch lange nicht gebaut; im Beispiel Verenahof AG ist nicht mal der Investor bekannt. Deswegen sind wir für eine BNO-Änderung, die nicht eingleisig ist, sondern auch anderen möglichen Projekten Luft lässt.


Wir haben für Sie 6 bereits existierende Projekte für das Bäderquartier zusammengestellt: Darunter die 4 Projekte des Studienauftragsverfahrens (Wettbewerb) 2009, das Projekt von Miller und Maranta aus dem Studienauftrag 1999 und die Diplomarbeit von Annette Leber aus Karlsruhe 2011.


IG schöner baden / 12. Januar 2012

 

 


 

 

Drachennews 011::

 

Liebe Interessierte, liebe Raumplanerinnen und Freunde klarer Bauvorschriften

 

Wir informieren Euch über den laufenden Prozess Teiländerung der Bau-und Nutzungsordnung BNO Limmatknie. Das 2. Mitwirkungsverfahren endete am 27. September 2011. Die mitwirkenden Parteien haben zu ihren Eingaben Vernehmlassungen der Presse zur Veröffentlichung abgegeben (vgl. Anhang).

 

Parallel zum Mitwirkungsverfahren konnten auch Einsprachen eingebracht werden. Von diesem Recht hat der Aargauer Heimatschutz gebrauch gemacht. Interessanterweise erfährt man das hier in Baden nur, wenn man den Fricktaler Boten abonniert hat!


Auszug aus der Teiländerung BNO Limmatknie: § 20a Abs. 2 lit. a) „Bauten und Anlagen müssen sich gut in den Fluss- und Uferraum der Limmat einfügen. Die Umgebung ist sorgfältig zu gestalten und muss das Orts- und Landschaftsbild wahren.“ Weshalb die Umgebung und nicht die Bauten das Ortsbild wahren sollen ist uns schleierhaft. Umgekehrt passte wohl besser: Die Bauten und Anlagen müssen das Ortsbild wahren und die Umgebungsgestaltung muss sich gut in den Fluss- und Uferraum der Limmat einfügen.

 

In der Einwohnerratssitzung am letzten Dienstag wollte der Stadtrat einmal mehr alle davon überzeugen, dass die Stadt sich vorbildlich für die öffentlichen Interessen einsetze. Der Planungsbericht Bäderquartier sei vom Rat zur Kenntnis zu nehmen. Es herrschte bei weitem nicht Einigkeit. Die SprecherInnen von team, SP, und Grünen machten klar, dass Ihre in den Mitwirkungen vorgebrachten Änderungsvorschläge zu ERP und BNO nicht aufgenommen und überprüft wurden. Es beständen grosse Differenzen zur Haltung des Stadtrates.


Der Stadtrat hingegen scheint felsenfest davon überzeugt zu sein, dass es nur eine Möglichkeit gäbe, das Bäderquartier zu erneuern. Es wird nicht geprüft, ob eine Reduktion der Volumen für das Bäderquartier verträglicher sein könnte. Das Ganze wird als Kompromiss angepriesen; 'es geht nicht anders, darum so oder gar nicht'. Das Projekt mag aber kaum zu begeistern. Gerade mal 28 Einwohnerräte nahmen den Planungsbericht des Stadtrates zur Kenntnis, alle anderen enthielten sich der Zustimmung.


IG schöner baden / 21. Oktober 2011

 

Anhang

(1) IG schöner baden: Vernehmlassung, 2. Mitwirkung Teiländerung BNO Limmatknie
(2) SP Grüne glp team: Vernehmlassung, 2. Mitwirkung Teiländerung BNO Limmatknie
(3) glp: Vernehmlassung, 2. Mitwirkung Teiländerung BNO Limmatknie
(4) Aargauer Heimatschutz: Rechtsmittel gegen Teiländerung BNO Limmatknie
(5) IG schöner baden: Begleitbrief, 2. Mitwirkung Teiländerung BNO Limmatknie
(6) IG schöner baden: Änderungsvorschläge, 2. Mitwirkung Teiländerung BNO Limmatknie
(7) Gesetzestext und Nutzungsplan, 2. Mitwirkung Teiländerung BNO Limmatknie, Vorlage Stadtrat
(8) Planungsbericht Bäderquartier, Einwohnerratssitzung 18. Oktober 2011, Stadtrat an den Einwohnerrat
(9) AZ: Wir haben mit der Verenahof AG gut verhandelt | 8-10-2011

 

 


 

 

Drachennews 010::

 

Liebe Badenerinnen, Wellness-Freunde und Politologen

 

Nach einer erholsamen Sommerpause melden wir uns wieder aus der Stadt mit der brandneuen, zeitgerechten Auszeichnung als Wellness-Destination. (AZ, 22.07.2011) Wir freuen uns, dass wir dank Kultur, Kurpark und Teufelskeller dieses klingende Tourismuslabel verdienen. Damit aber der ehemals als Kurort bekannte Ort wieder zu einer Bäderstadt werden kann, und diese Epoche etwas länger andauern wird als die Fase, wo Baden als Casinostadt wahrgenommen wurde, müssen Behörden, Planer und auch die Bevölkerung sich aktiv beteiligen und darauf hin arbeiten, dass die aktuellen Planungen rund um das Bäderquartier für die Stadt und das Quartier den versprochenen Erfolg bringen können.

 

Im folgenden erhält Ihr eine Zusammenfassung der politischen Geschehnisse, wo Mitwirkung möglich war, wo diskutiert wurde und ein Ausblick auf anstehende Entscheide.

 

> Mitwirkungsverfahren zu den Planungsinstrumenten ERP (Entwicklungsrichtplan) Bäderquartier und BNO (Bau- und Nutzungsordnung) von Mai - Juni 2010: Zur ERP Gesamtrevision wurden 21 und zur BNO Teiländerung wurden 13 Eingaben von Privaten, Parteien, Verbänden und Interessengruppen gemacht. Laut Frau Reimann, Projektleiterin bei Planung und Bau konnten eine ganze Reihe von Vorschlägen und Anträgen aus dem Mitwirkungsverfahren berücksichtigt werden. Diese Eingaben hätten zu einer Verbesserung der Planung geführt. Wir denken, dass nun seit Mai 2011 mit dem ERP zumindest ein Planungsinstrument vorliegt, das aufzeigt, wofür sich die Behörden einsetzen müssen.

 

> Anfrage der IG schöner baden 'Planung Bäderquartier' an den Stadtrat:
Der Einwohnerrat hat in der Märzsitzung die Anfrage der IG schöner baden 'Planung Bäderquartier' und die Antworten des Stadtrates intensiv diskutiert. Im Anhang dieses Newsletter (vgl. unten) findet Ihr die Anfrage vom 15. November 2010, die Antworten des Stadtrats und das Protokoll der Diskussion in der Einwohnerratssitzung vom März 2011'.

 

> Gesamtrevision ERP Bäderquartier> 'Das Huhn wird gebastelt, obschon das Stangen-Ei längst geboren ist'. Der Stadtrat hat im April den neuen Entwicklungsrichtplan Bäderquartier gemeinsam mit Obersiggenthal und Ennetbaden in Kraft gesetzt. Es fehlen aber Leitbilder in diesem für die Behörden verbindlichen Planungsinstrument. (BNO § 6.2: Richtpläne zeigen die erwünschte räumliche Entwicklung auf. Sie beruhen auf LEITBILDERN und enthalten Konzepte zu einzelnen Sachbereichen wie Siedlung, Verkehr, Energie, Freiraumgestaltung, Natur und Landschaft usw. oder für bestimmte Gebiete).


Anzumerken ist, dass die Leitplanken des ERP fehlten, als das Projekt der VHAG ab 2006 aufgegleist wurde. Das heisst, der Stadtrat mit den Ressorts Planung und Bau und Stadtentwicklung und nicht zuletzt die Bäderbegleitkommission des Einwohnerrats, konnten eigentlich nicht wissen, wofür sie sich hätten einsetzen sollen.


Nun ist aber positiv zu vermerken, dass vor allem in den Formulierungen zu Städtebau unter §7.1-5 und §10.1,2 und 4 der Qualitätsanspruch hoch gehalten wird. Will die Stadt also doch mehr als nur Bewilligungsbehörde sein? §10.4 Aufgrund der komplexen örtlichen Verhältnisse bedürfen raumwirksame Bauvorhaben einer Gestaltungsplanung. Zur Qualitätssicherung sind Konkurrenzverfahren (Wettbewerbe oder Studienaufträge nach den Grundsätzen der SIA-Ordnungen) durchzuführen.

 

Fatal ist, dass das Projekt von Mario Botta diese Qualitätssicherung nicht durchlaufen hat. Der Studienauftrag hatte bewusst die Standards der SIA-Ordnungen nicht eingehalten, da vermutlich die VHAG das nicht wollte. Die Behörden haben nun die grosse Aufgabe bei der Gestaltungsplanung die zurecht hoch gesteckten Ziele einzufordern.


Die IG schöner baden ist weiterhin der Meinung, dass es falsch ist dem Bäderquartier einen Riegel zu schieben. Zum Vergleich: Das Langhaus, bis anhin das längste Gebäude von Baden hat im Gegensatz zum Bäderprojekt zwei Querverbindungen. Das Thermalbadprojekt lässt sich auf über 150 Metern nicht queren. Für den Fussgänger würde eine verträgliche Verdichtung in die Höhe Freiflächen und kurze Wegverbindungen ermöglichen.

 

> Teiländerung BNO und Zonenplanänderung:
'Stadtplanung Bäderquartier Nord - Parzellenplanung und Perimeterarchitektur'
Der in der Mitwirkung (Mai 2010) behandelte § 20.1-5 der BNO behandelt richtigerweise die Definitionen für das gesamte Bäderquartier. Der Stadtrat hat nun aber entschieden, die Teiländerung der BNO auf die Parzellen Thermalbad und Wohnbau zu beschränken. Es zeigt, wie wenig die Stadtregierung das Projekt im Zusammenhang mit dem Quartier versteht. Der Gestaltungsplan-Entwurf liegt bereits beim Kanton. Die BNO-Teiländerung, welche die rechtliche Grundlage bildet liegt aber noch nicht vor.


Zur angedachten Zonenplan-Änderung 'Parkzone wird zu Bäderzone', wie auch zum Verbleib des städtischen Grundstücks im Limmatknie werden keine Aussagen gemacht.

 

> Termine > Voraussichtlich im Herbst dieses Jahres wird nach einer Informationsveranstaltung zeitgleich Mitwirkung und Einwendungsverfahren zur öffentlichen Auflage der Planungsinstrumente 'BNO Teiländerung Limmatknie' und 'Gestaltungsplan Projekt Thermalbad und Wohnbau' stattfinden. Voraussichtlich im Dezember 2011 wird der Einwohnerrat die Teiländerung BNO 'Limmatknie' beschliessen.

 

IG schöner baden / 4. August 2011

 

Anhang

(1) MWV_BNO_IG_schoenerbaden.pdf| 15-06-2010

(2) MWV_ERP_IG_schoenerbaden.pdf| 15-06-2010

(3) Anfrage_an_Stadtrat_Planungen_Baederquarier.pdf| 15-11-2010

(4) Anfrage_Lueber_Planung_Baederquartier_Beantwortung.pdf| 11-1-2011

(5) Einwohnerrats-Sitzung_Planung _Baederquartier_Protokoll.pdf| 29-3-2011

(6) ERP_Baederquartier_Mitwirkungsbericht.pdf| 26-4-2011

(7) Teilaenderung_BNO_Mitwirkungsbericht.pdf| 26-4-2011

(8) AZ_Das_Baedergebiet_wird_attraktiv_gemacht.pdf| 25-5-2011

(9) AZ_Der_Weg_in_die_Baederzukunft_ist_geebnet.pdf| 25-5-2011

(10) AZ_Trotz_Baederbaustelle_gibt_es_Wellnes_Label.pdf| 22-7-2011

 

 

 

 

 

 

 


 

Drachennews 009::

 

Liebe Architekturkritikerinnen, aufmerksame Leser und Meinungsforscher


Wie beurteilen Architekten die städtebaulichen Qualitäten des Projektes. Und erkennen sie ein eigenständiges Konzept im Projekt, das zeitgemäss oder zukunftweisend sein könnte? Wie werden die ganzen Bemühungen, vor allem auch jene der Stadt Baden von aussen wahrgenommen. Ivo Bösch, Architekt und Redaktor vom Hochparterre hat sich mit den Protagonisten im Bäderstreit getroffen. Bei seinen Recherchen und bei seinem Besuch im Bäderquartier, welcher in einem Bürohaus in Bar begann und im Thermalbad in Baden endete, hat er interessante Aussagen zu Tage gefördert. Bei der Stadtregierung scheint alles was grösser wird auch besser zu werden und baden in Baden eine rein private Angelegenheit zu sein. Die einstige Baukultur der Stadt wird vermisst. Uns interessiert, wie die erwartete Qualität ermöglicht werden könnte. Was ist eigentlich die Aufgabe der Stadtbildkommission? Ist die Meinung dieser externen Profis zur städtebaulichen Planung überhaupt gefragt oder bleibt die Diskussion auf dem Niveau: 'Der Kurplatz werde grösser und das sei ein Vorteil der Planung'?

Auszüge aus dem Artikel im HOCHPARTERRE 4 vom April 2011,
'Ein Köpfler auf die Tiefgarage' von Ivo Bösch:


> Der Studienauftrag war eine Farce? "Es stimmt, ich wollte zuerst einen Direktauftrag an Botta vergeben, aber die Stadt hat mich von einem Studienauftrag überzeugt".

 

> 'Stephan Attiger zählt die Vorteile der aktuellen Planung auf: Die Stadt erhält am Limmatufer eine Promenade, der Mättelipark bleibt erhalten und der Kurplatz wird grösser.'

 

> 'Die Stadt sei am Ende nur Baubewilligende Behörde, mehr nicht. Der Stadtpräsident will, ganz liberal, Privaten möglichst wenig dreinreden, doch gleichzeitig hängt die Stadt mit drin. Sie will sich gar an der Betriebsgesellschaft des Bades beteiligen- "damit wir wissen, was läuft" - und das Parkhaus betreiben -"wir betreiben schon einige Parkhäuser".'

 

> 'Mit der neuen Stadtregierung und Dudlers Studie habe dann leider ein paradigmatischer Wechsel stattgefunden... Meyer vermisst die einstige Baukultur der Stadt. Heute diktiere der Investor die Dichte und nicht mehr die Architektur. "Ich bin für Verdichtung, aber bitte mit Qualität".'

 

Weitere Auszüge aus Artikeln:

 

> 'Sie fanden also die Vorgabe im Wettbewerb für diesen Ort nicht zu gross? "Nein, vergessen Sie nicht dieser Ort ist kein Flecken Natur...Und schauen Sie auf die andere Seite der Limmat: Dort stehen viel mächtigere Gebäude als meine Therme. Aber das Wichtigste ist, dass hier 36 Quellen mit 47 Grad heissem Wasser sprudeln...nur ein kleines Bad zu basteln, wäre doch Verschwendung".' aus dem Interview von Sabine Altorfer mit Mario Botta (vgl. (2))

 

> '..Ausschlaggebend für die Entscheidung scheinen funktionale, betriebliche und wirtschaftliche Überlegungen gewesen zu sein.', Alexander Felix (vgl. (1))

 

> 'Die Jagt nach dem vorgeblich Einmaligen und dem unhinterfragt Neuen führt letztlich zu einer Entwertung der Architektur. In der Folge verkommt Bauen, das in diesem Fall mit der Marke Botta verbunden ist, zu einer blossen Modeerscheinung - und veraltet mit der Geschwindigkeit eines heruntergesetzten Kleidungsstücks.', Elena Kossovskaja

 

IG schöner baden / 6. Mai 2011

 

Artikel

(1) TEC21: Bäderquartier Baden| 09-11-2009

(2) AZ Sonntag: Ich bin gerne ein Architekt der Vergangenheit| 27-03-2011

(3) Hochparterre: Köpfler auf die Tiefgarage| 04-2011

(4) Archithese: Psychologia Balnearia – Wettbewerb für das Thermalbad Baden| 05-2009

 

 

 

 

 

 


 

Drachennews 008::

 

Liebe Befürworterinnen optimaler Lösungen,
Freunde abgeschlossener Studien und Uferpromenadenexperten


Wir möchten Euch auf dem Laufenden halten und informieren, was seit dem Erscheinen des angeblich überarbeiteten Projekts alles gesagt und behauptet wurde.

Eine ins Leben gerufene 'Befürwortergruppe Bäderstadt' hat am 17.03.2011 eine Postkarte 'Das ist unsere Bäderstadt' an alle Badener Haushalte verschickt, eine Internetseite http://www.bäderstadt.ch/ aufgeschaltet und eine Informationsveranstaltung im Nordportal durchgeführt.

Auszug aus dem Text auf der Rückseite der oben erwähnten Postkarte: 'Das künftige Badener Thermalbad fügt sich optimal ins umliegende Areal ein...' - Da wurde das Bäderquartier wohl mit einem Industrie-Areal verwechselt und - neben dem Projekt bleibt nicht mehr viel umliegendes Areal übrig.


Zur Informationsveranstaltung der Befürwortergruppe Bäderstadt vom 22.03.2011:
Yves Meier von der Metron AG erläuterte, dass das geplante Projekt, stünde es auf der 'Grünen Wiese' 600 bis 700 oder sogar mehr Parkplätze benötigen würde. Er rechnete vor, dass es abends ca. 2 Fahrbewegungen zusätzlich pro Minute auf der Parkstrasse geben würde, das entspräche in etwa einer Verdoppelung des heutigen Verkehrs, dass ca. 30 % des Bäderverkehrs über die Römerstrasse abgewickelt würde und dass mit 'einigen Massnahmen', die Auswirkungen des Mehrverkehrs bewältigt werden könnten. Auswirkungen gäbe es bis zur Schulhausplatz-Kreuzung... Wichtig ist zu vermerken, dass die Metron AG im Auftrag der Verenahof AG das gewählte Verkehrskonzept legitimieren soll.


Die AZ hat nach einem ausführlichen Interview mit Herrn Zehnder (AZ 26.02.2011) erfreulicherweise auch der IG schöner baden die Möglichkeit gegeben, ihren Blickpunkt der Dinge darzustellen (AZ 22.03.2011), wobei sie leider die Erläuterungen zum Thermalwasser nicht abdruckte. Es ging dabei vor allem um den Hinweis, dass es Thermalbäder wie z.B. Bormio gibt, wo man in natürlichem, nicht chemisch aufbereitetem Thermalwasser baden kann.

Zum Interview mit Herrn Zehnder: 'Hätte ich allein bestimmen können, wäre die Wahl des Architekten nicht in einem aufwändigen Studienauftragsverfahren erfolgt...Dieser «Umweg» hat die Verenahof AG etwa 2,5 Millionen Franken zusätzlich gekostet.' Wir bedauern, dass Herr Zehnder das Studienauftragsverfahren als Umweg bezeichnet. Dies zeigt, wie wenig eine innovative Lösung erwünscht ist. Für das Studienaufragsverfahren wurde laut Stadt Baden mit Kosten von 810'000.- gerechnet (1/3 davon übernimmt die Stadt Baden).


Die IG schöner baden freut sich, dass sie ihre Sympathisantinnen und Sympathisanten am 23. März zum Fest in die Stanzerei einladen konnte. Verbesserungsvorschläge und Ideen der Festbesucherinnen und Festbesucher für ein lebendiges Bäderquartier haben wir in der Rubrik Ideentopf online gestellt. Im Bereich Links + Downloads können die Vorlagenkarten 'Das ist meine Bäderstadt' heruntergeladen werden. Wir freuen uns auf weitere Denkanstösse die uns per Mail oder auf dem Postweg erreichen. Vielen Dank!

 

IG schöner baden / 19. April 2011

 

Artikel

(1) AZ: Interview Lüber – Das Projekt überzeugt uns städtebaulich nicht| 22-03-2011

(2) AZ: An der Kritik hat sich nichts geändert| 22-02-2011

(3) AZ: Die Verenahof AG soll es kleiner anrichten| 22-02-2011

(4) AZ: Leserbrief Caflisch| 22-02-2011

(5) AZ: Eine Badeanlage für eine neue Bäder-Epoche| 23-02-2011

(6) AZ: Leserbrief P. Erne – Neubau Thermalbad jetzt oder wohl nie| 24-02-2011

(7) AZ: Interview Zehnder – Hier ist ein Thermalbad für jedermann geplant| 26-02-2011

(8) AZ: Leserbrief Wanner – Bäder die Botta Festung| 22-03-2011

(9) AZ: Ein Alpamare wird es nicht geben| 24-03-2011

(10) AZ: Eine Bade-Party für die Sympathisanten| 25-03-2011

(11) AZ: SP entzieht sich der Diskussion ums Bäderquartier nicht| 28-03-2011

 

 

 

 

 


 

Drachennews 007::

 

Liebe Badenerinnen,
liebe Stadt- und Landmenschen,
liebe Freunde des Mediterranen

 

In der AZ vom Samstag 19.02.2011 wird das angeblich überarbeitete Projekt in zwei Ansichten und mit salbungsvollen Worten vorgestellt.

 

Alle kritischen Einwendungen von Parteien und IG schöner baden zu Städtebau, Grösse, Qualität, Thermalwasser und Verkehr hatten offenbar keine Wirkung auf die Überarbeitung. Das Projekt hat sich nicht geändert, nennt sich nun aber Richtprojekt. Der Bäderdrachen trägt ein rosa Kleid und hat angeblich mediterrane Züge. Lang ist er geblieben, der Riegel ('la barra'), welcher das Bäderquartier städtebaulich vom Flussraum trennt. Die Parkgarage, die der Limmat-Promenade einen der Qualität des ganzen Projekts entsprechenden Abschluss gewährt, scheint das Herzstück der Anlage zu sein. Da erstaunt es umso mehr, dass laut Tabelle (AZ 19.02.11, s.31) für das neue Bad nur 183 Parkplätze ausgewiesen werden. Wir erinnern gerne daran, dass hier das wohl grösste Parkhaus Badens gebaut werden soll (500 PP).

 

Darf der Bäderkomplex einen neuen Stadtteil bilden, oder soll das Bäderquartier ein neues Thermalbad erhalten.

 

Einmal mehr scheint alles gut zu sein. Darf sich die Stadt nun freuen, wie im AZ - Kommentar vorgeschlagen wird? Darf ein Bäderkomplex auf einer Tiefgarage als Stadtteil bezeichnet werden - braucht es im Bäderquartier einen neuen Stadtteil; Bäder Nord? Herr Zehnder, welcher über allem schwebt, redet gar von einer Welt, die lebt (AZ 19.02.11, s.25). Bäume stehen in den Visualisierungen überall, wo sie nicht hingehören - im Fluss, vor dem Verenahof, vor dem so genannten 'Filter', welcher den Stadtmenschen zum Naturmenschen machen soll..

 

IG schöner baden / 20. Februar 2011

 

TV

Kulturplatz, SF1:
Schöner Baden ohne Botta?
Der Streit um Badens Bäderquartier

 

Artikel

(1) AZ: Hier entsteht ein neuer Stadtteil| 19-02-2011

(2) AZ: So soll sich die Bäderstadt mit Botta-Bad präsentieren| 19-02-2011

 

 

 

 

 


 

Drachennews 006::

 

Liebe Sympathisantinnen und Sympathisanten,

liebe Freunde visueller Verständigung

 

Lange haben wir uns nicht gemeldet. Wir waren damit beschäftigt Drachenguetzli und Postkarten zu verteilen und die Weihnachtszeit zu geniessen.


Zusammen mit politischen Parteien haben wir anfangs Jahr Postkartengrüsse mit Fragen und Forderungen zur Planung im Bäderquartier an alle badener Haushalte verteilt. Die Ansicht vom Bäderquartier zeigt die Grössenverhältnisse der geplanten Bauten im Vergleich zum Bestand. Da keine Visualisierung vom geplanten Thermalbad existiert, dies scheinen die Projektverantwortlichen nicht für nötig zu halten, haben wir selbst ein Bild vom Projekt gemacht. Die Postkarte ist auf unserer Internetseite abgebildet.

 

Hier nun eine Zusammenstellung von einzelnen Reaktionen auf die Postkartengrüsse, mit einem leichten Augenzwinkern:

 

tendenziös; kaum korrekt; leicht verzogen - massstäblich kaum korrekt - der schmale Riegel 85 m lang; unzureichend; hat sich eine ziemlich falsche Zahl eingeschlichen; Max Dudler legte die Basis für das einstimmig ausgewählte Projekt; verschiedenste Abklärungen und Vorstudien wurden gemacht; Konzepte zur Bewältigung des Verkehrs in Bearbeitung; zum grossen Teil falsch; alter Projektstand; Frontalangriff; abschiessen; gewisse politische Kreise; vage und teilweise nicht korrekte Andeutungen; falsches Bild; Obstruktionspolitik; gefährliches Bäderdesaster; zu einem grossen Teil bereits gefunden; die politische Linke; mehrere Gründe, ein Bad für das Volk zu bauen; Privatsache, lassen wir doch nun die Verenahof AG zusammen mit der Stadt das Projekt vorantreiben!; Das Projekt von Mario Botta fügt sich gut in die Umgebung ein; Kritische Fragen sind erwünscht, aber nicht in der Projektphase; fatal; Richtprojekt; Es wird bestimmt kein 08/15 Projekt geben; ein Bad für die breite Masse; Lage, Architektur, Tradition, Historie - Center-Verbund; Quartierparkhaus; überraschend ist die kleine Zahl von 183 Plätzen; ergäbe das jährlich nur 160'000 zusätzliche Fahrten; so lasse sich ein Drittel bis die Hälfte abziehen; 60'000 davon Kombinationseintritte; Grössenordnung von Bad Schinznach; Worst Case; 55'000 Kindereintritte; "Diese Zahl darf man nicht so stehen lassen"; Die Zahl, die sich aus der vorangehend in Auftrag gegebenen Dudler-Studie ergeben hatte; Erfolgsmodell, davon sind die beigezogenen Experten überzeugt; "Wir haben den Verkehr in Baden Nord intensiv diskutiert"; darum bedaure ich, dass eine Diskussion angeheizt wird, mit einem Projekt, das noch nicht auf dem Endstand ist; einmalige Lage am Limmat-Flussknie.

 

Was wird wirklich gut am geplanten Projekt? Wer dieser Frage nachgehen möchte und sich mit der Zusammenstellung der Kommentare noch zu wenig Klarheit verschaffen konnte, dem sei die Lektüre der Berichte und Leserbriefe in den Anhängen empfohlen. Laut Herr Benno Zehnder wird anfangs Februar das überarbeitete Projekt der Bevölkerung vorgestellt. Wir sind sehr gespannt auf die Verbesserungen.

 

IG schöner baden / 30. Januar 2011

 

Radiosendungen DRS 1

Regionaljournal Aargau Solothurn:
Widerstand gegen Botta-Bad formiert sich (22.12.2010)

 

Regionaljournal Aargau Solothurn:
Opposition gegen Bauprojekt im Badener Bäderquartier (17.01.2011)

 

Artikel und Leserbriefe

(1) AZ: Wie gross darfs der Meister anrichten und
«Wir können mit Missverständnissen aufräumen»
| 08-12-2010

(2) AZ: Leserbrief Hannes Streif: Verkehrsaufkommen| 10-12-2010

(3)AZ: Leserbrief Christoph Lüber: Fotomontage| 08-01-2011

(4)AZ: Leserbrief Markus Schmid: Was gilt?| 19-12-2010

(5) AZ: Frontalangriff gegen das Bottaprojekt| 08-01-2011

(6) AZ: Leserbriefe Knecht, Curcuruto und Wanner| 11-01-2011

(7) AZ: Mit soviel Verkehr wird künftig zu rechnen sein| 11-01-2011

(8) NZZ: Widerstand gegen Bottas Bäderprojekt| 11-01-2011

(9) AZ: Leserbrief Lukas Breunig: Zum grossen Teil falsch| 12-01-2011

(10) AZ: Leserbrief Matthias Gotter: Es braucht ein grosses Bad| 14-01-2011

(11) AZ: Leserbrief Caflish und Wochengeflüster| 15-01-2011

(12) AZ: Stätdebau und Stadtentwicklung ist auch Sache der Stadt| 19-01-2011

 

 

 

 


 

 

Drachennews 005::

 

Liebe Sympathisantinnen und Sympathisanten,
liebe Freunde 'Zeitgenössischer Architektur'



Hier sind wir wieder mit der Fortsetzung der Reihe 'Gelungene Thermalbäder', etwas beirrt der letzten Neuigkeiten aus der Tagespresse. Die AZ Artikel vom 16.11.2010 zu ERP und BNO, schicken wir Euch im Anhang.

Wer es noch nicht weiss, dem sei es hier erklärt: 'Die Historie am Limmat-Knie rufe nach einer dichten Bebauung', heisst es in der AZ vom 16.11.2010, s.26. Das also ist Städtebau! Um herauszufinden, in welchem Verhältnis Aussenraum und Volumen mit bestehenden Stadtstrukturen zu einem funktionierenden Ganzen werden können, muss man graben. Die Römer sind der Schlüssel zur Wahrheit. Denn - was früher war muss ja wohl auch für heute gelten - aber auf keinen Fall will die Abteilung Planung und Bau historisierende Architektur. Jetzt wisst Ihr, wie Städtebau funktioniert: Die Totalüberbauung im Limmat-Knie ist quasi eine städtebauliche Notwendigkeit, von Max Dudler richtig erkannt und eigentlich von den Römern verschuldet.


Aber nun wollen wir uns auf wesentlicheres konzentrieren. Wir möchten Euch das 2009 fertig gestellte Mineralbad Samedan und das wohl den meisten bereits bekannte Thermalbad von Vals vorstellen. Beim Bad in Samedan mitten im Dorf werden städtebauliche Regeln des historischen Kerns übernommen. Zeitgenössische Architektur kann sich integrieren. Bei Vals dominieren weiterhin die markanten Hotelbauten. Das Bad wird als ,Terrassierung', als ausgehöhlter Fels in den Hang geschoben. Zusammenfassende Übersichten zu den beiden Bädern findet Ihr im Anhang.

 

IG schöner baden / 29. November 2010

 

Beilagen

AZ: Kritik an der Bäderplanung

Mineralbad Samedan

Thermalbad Vals

 

 


 

 

 

Drachennews 004::

 

Liebe Badefreunde, Bottafans und Bäderspezialsten


Auf Grund der brisanten Neuigkeiten im Bäderquartier wird die Reihe 'Gelungene Thermalbäder' im nächsten Drachenmail fortgesetzt. Bitte weiterlesen!

 

Die Stiftung Rehabilitationsklinik Freihof Baden und die Gemeinnützige Stiftung für Zurzacher Kuranlagen fusionieren zur Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden. Die neue Stiftung kauft die Bäderhotels Ochsen, Bären und Verenahof inklusive Umbauprojekt. Betreiben soll die geplante Rehaklinik mit Therapiezentrum und Gesundheitshotel die Tochtergesellschaft RehaClinic AG. Auch dieses Projekt liess Benno Zehnder vorgängig von Mario Botta entwerfen. Die bestehende Rehaklinik Freihof an der Bäderstrasse 16 wird aufgegeben. Die Übernahme durch die in Zurzach ebenfalls aktive Stiftung erinnert an die Bestrebung des Casino Baden, die Lizenz für das Casino Zürich zu erhalten, um eine zunehmende Konkurrenzsituation zu schmälern. Sicher würden im Bäderquartier zwei Rehakliniken keinen Sinn machen.

 

Erfreulich ist, dass Investor (Bauherr) und Betreiber für die Projekte im Verenahof-Geviert bekannt sind. Wir nehmen an, dass die Eingriffe in das teilweise denkmalgeschützte Ensemble massiv sein werden. Technische und hygienische Anforderungen einer Rehaklinik sind immens und lassen sich nur schwer in den Bestand integrieren. Laut Benno Zehnder soll die historische Fassade des Verenahofs mehrheitlich erhalten bleiben. Was wird wohl aus den Sälen und den Innenhöfen, müssen sie einer Auskernung des Gebäudes weichen? Trotz den erwähnten Schwierigkeiten ist die Übernahme durch die Stiftung eine positive Neuigkeit und wir sind der Meinung, dass bei guter Planung in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege ein Umbau realisierbar sein muss. Das angekündigte Tempo für die Umsetzung lässt leider nicht auf grosse Sorgfalt schliessen.

 

Die Finanzierung für das Thermalbad ist weiterhin ungeklärt, Herr Zehnder sei im Gespräch mit Investoren. Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden, laut Statuten gemeinnützig und nicht profitorientiert, soll auch die Hauptverantwortung für den Badbetrieb übernehmen. Zu Grösse und Betriebskonzept wurden seitens der Stiftung keine Aussagen gemacht. Tatsache ist, dass Ausrichtung und Badkonzept der Anlagen von Bad Zurzach und Baden, wie geplant ziemlich identisch sein werden. Es stellt sich die Frage, wieweit dies aus marktwirtschaftlicher Sicht Sinn macht. Im Vortrag "Wie viele Bäder braucht die Schweiz?" anlässlich der SwissBad vom 5.11.2008, machte der Bäderspezialist Dr. Stefan Kannewischer folgende Einschätzungen: "[Die Rede ist von den Thermalbädern].Es besteht jedoch im Moment die Tendenz, dass sich fast alle Objekte in Richtung Wellness verändern und die Gefahr einer Überversorgung im Wellnessbereich besteht.(..) Spezialisierung notwendig: Es sollten nicht alle das gleiche machen, sondern attraktive Nischen suchen. Wenn der Markt dicht besiedelt ist, müssen vielleicht an der Betriebsgrösse Abstriche gemacht werden..." Die Einzugsgebiete der Thermalbäder von Bad Zurzach, Zürich, Baden, Schinznach Bad, Rheinfelden und Bad Säckingen überschneiden sich deutlich.

 

Bitte meldet Euch als Sympathisierende an! Die Liste auf unserer Seite soll eindrücklicher werden (aktuell: 35 Personen)

 

IG schöner baden / 28. Oktober 2010

 

Beilagen

AZ: Verenahofprojekt

AZ: Hotel und Klinik unter einem Dach

AZ: Verenahof wird Rehaklinik

AZ: Positives Echo

RS: Bäderkultur wieder reanimieren

 

 


 

 

 

Drachennews 003::

 

 

Bis jetzt wurde hauptsächlich über Grösse, Besucherzahlen und Verkehrsaufkommen des geplanten Thermalbads Baden gesprochen. Während wir uns Gedanken machen über den fehlenden lokalen Bezug zu Geschichte und Bäderquartier sowie zum 0815 Konzept der Badeanlage, wird in Zürich ein einzigartiges Thermalbad gebaut (Eröffnung im Dezember 2010). Es scheint als hätten die Zürcher die Badenfahrten in Zukunft nicht mehr nötig.

Im Umgang mit der Geschichte des Gebäudes und seiner Struktur wurde eine spezifische Lösung gefunden. Zur möglichen Grösse wurde ein Badekonzept mit passendem Zielpublikum entwickelt. Im Kellergewölbe und auf dem Dach des ehemaligen Sudhauses der Brauerei Hürlimann wird gebadet, in den Geschossen dazwischen befindet sich das Hotel. In den Gewölben, wo einst Bier gebraut wurde, badet der Gast in gekürften Holzwannen. Im Aussenbad auf dem Dach prägt der Blick über die Stadt die Stimmung. Das Projekt zeigt, dass ein einzigartiges Thermalbad mit Identität entsteht, wenn die Aufgabenstelllung und die Architektur auf den Ort, die Geschichte und das Thermalbaden eingehen.
(www.thermalbad-zuerich.ch)

Brisant ist, dass im Studienauftrag für das Thermalbad Baden das Projekt von Max Dudler als betriebswirtschaftlich nicht machbar eingestuft wurde, da die Bäder in seinem Entwurf auf mehreren Ebenen angeordnet sind. Als Badbetreiber und Fachpreisrichter hatte Rainer Pethran (Prokurist) der Firma GMF Neuried Einsitz in der Jury. Im Portfolio der Firma findet man nebst unzähligen, meist unbeseelten Anlagen das Spassbad Aquabasilea (2010), welches im Industriequartier von Pratteln gebaut wurde; 650‘000 Besucher im Jahr. Herr Pethrans Erfahrung und seine Gewichtung der betriebswirtschaftlichen Badekonzepte lassen keinen Platz für neue Erkenntnisse und spezifische Lösungsansätze in einem städtebaulich anspruchsvollen Umfeld.
(http://gmfneuried.de/de/home.php?show=59)

Das Thermalbad Zürich ist kein Einzelfall. Bevor wir Euch den geplanten Bäderdrachen in Baden vorstellen, wollen wir euch noch zwei weitere gute Beispiele zeigen. In den nächsten Drachennews werden wir über das Mineralbad Samedan (2009) und über die bekannte Therme Vals (1996) berichten.

 

IG schöner baden / 10. Oktober 2010

 

Beilagen

AZ: Leserbrief Schickel

AZ: Leserbrief Kunz

AZ: Mehrverker ist unvermeidbar

NZZ: Badewasser statt Bier

TA: Vom Sudhaus zum Thermalbad

Thermalbad Zürich (Abbildung)

 

 


 

 

 

Drachennews 002::

 

 

Liebe kritische Beobachter und Interessierte


Wir danken Euch herzlich für Euer zahlreiches Erscheinen. Es waren schätzungsweise 200 Zuhörer im Claquekeller. Befürworter und Kritiker hielten sich aber in etwa die Waage, wie eine von Benedikt Loderer gemachte Umfrage ergeben hat.


Leider wurde es von uns versäumt die unklare Situation der Finanzierung anzusprechen und auf das Geheimnis um einen allfälligen Badbetreiber aufmerksam zu machen.


Eine brandheisse Neuigkeit haben wir aber von Benno Zehnder erfahren. Das Bad brauche eine jährliche Besucherzahl von etwa 500'000, darunter wäre ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich, ausser wieder in der Grössenordnung von 200'000 - 220'000 Besuchern pro Jahr". Aber die Studie (Marktanalyse des Ingenieurbüros Kannewischer, Zug) habe eben ergeben, dass ein grosses Bad gefordert ist.

Wir sehen das ganz anders. Ein Bad für 200'000 Besucher pro Jahr würde gut ins Bäderquartier passen (Vals 150'000 Eintritte pro Jahr). Das Verkehrsaufkommen würde weniger Kopfzerbrechen bereiten. Das Bad müsste nicht auf eine an der Oberfläche liegende Tiefgarage gesetzt werden. Die Ergiebigkeit der Quellen würde vermutlich reichen. Das Bäderquartier könnte weitergebaut werden. Entwicklungsspielraum für die Zukunft würde bleiben. Der Wohnbau im Limmatknie müsste reduziert werden, was dem Quartier sicher nicht schaden würde (50 % - Regel, BNO § 20 Abs. 1 und § 42 Abs. 2 - die Nutzungen in den beiden Dependancen (IT- Firmen) inklusive Erweiterungsbau dürfen zusammen mit dem Wohnbau 50 % der Bruttogeschossfläche des Thermalbades aufweisen)

Es bleibt eine Herausforderung den verantwortlichen Stadträten aufzuzeigen, dass Stadtplanung etwas längerfristiger als eine Partie SimCity gedacht werden sollte - obwohl, SimCity würde einen wohl schnell lehren, dass ein Bad der geplanten Grösse und Ausprägung beim Baregg oder beim Tägi, in Reichweite des Autobahnzubringers geplant werden sollte.


Im Anhang schicken wir Euch den Zeitungsartikel aus der AZ vom 8. September 2010 von Roman Huber: "Wie gross darf der Botta-Bau sein?" und die ersten zwei Leserbriefe vom 10. September 2010.


Falls auch Ihr weder vom Projekt überzeugt seid, noch das Vorgehen der Stadt mittragen wollt, dann schreibt doch der AZ auf diesen Artikel einen Leserbrief. Der Stadtrat und die Einwohnerräte sollen lesen, dass die Bedenken zahlreicher sind als die gelösten Missverständnisse.

 

IG schöner baden / 10. September 2010

 

Beilagen

AZ: Wie gross darf der Botta-Bau sein?

AZ: Leserbriefe

 

 

 


 

 

 

Drachennews 001::

 

 

Die SP Baden und Ennetbaden organisieren gemeinsam eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Belebung des Bäderquartiers - Für wen?“. Der Anlass findet am Mo. 6. Sept. 2010 um 19.00 Uhr im Claquekeller statt (Flyer im Anhang).

 

Wir freuen uns, dass Stefan Attiger an der Podiumsdiskussion teilnimmt. Wir sind gespannt, ob er die Beweggründe und Ziele der Stadtregierung, wie auch die für uns nicht ersichtliche Nachhaltigkeit in Planung und Projekt erläutern können wird.

 

Zu Besuch und Teilnahme an der Podiumsdiskussion sind alle herzlich eingeladen. Zur Einstimmung sende ich Euch im Anhang ausgewählte AZ Zeitungsartikel zum Thema. Weitere Drachenbändigerinformationen und Zeitungsartikel findet Ihr auf unserer Internetseite www.schoenerbaden.org.

 

IG schöner baden / 30. August 2010

 

Beilagen

AZ: Zürcher Thermalbad

AZ: BNO ERP

AZ: Schluckt der Bäderdrachen zuviel?

Podium Septemper 2010

 

 


 

 

 

 

 

 

 



couvert

                     ihre meinung interessiert uns!